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Gibt es ein Fett-Gen?

Das Fettgen wurde von Forschern endlich gefunden und damit auch der Schlüssel zum Übergewicht.

Viele Menschen kennen die Situation: Man startet eine Diät, doch trotz großer Versprechen bleibt der Erfolg aus. Sobald im Anschluss wieder normal gegessen wird, zeigt die Waage die Pfunde sofort wieder an. Andere Menschen nehmen sehr schnell ab oder werden gar nicht erst dick. Doch worin unterscheiden sich diese Menschen? Das Geheimnis wurde laut Forschern jetzt wohl entschlüsselt. Das Gen crtc3 ist scheinbar der Grund und sorgt für den ungewollten Hüftspeck.

 

Entschlüsselung des Fett-Gens

Das Gen crtc3 ist eine Erbanlage und beeinflusst nach Meinung der US-Forscher den Energieumsatz in den Fettzellen. Wenn Menschen eine sehr aktive Variante des Gens in sich tragen, dann sind sie echte Energiesparer. Sie verbrennen bei Aktivitäten jeglicher Art deutlich weniger Fett und neigen deshalb zu Fettpölsterchen und Rundungen. Nicht nur bei Menschen konnte dieser Zusammenhang durch die Forscher nachgewiesen werden, auch bei Mäusen wurde das Zusammenspiel beobachtet. Wenn crtc3 ausgeschaltet ist, dann entwickeln die Tiere kein Übergewicht, selbst wenn die Ernährung sehr kalorienreich ist. 

 

Dünn bleiben und trotzdem viel essen

Die Mäuse mit dem inaktiven crtc3 Gen nahmen trotz der großen Futterportionen nicht zu, während die Vergleichsmäuse dick wurden. Am Ende wurde festgestellt, dass das braune Fettgewebe bei den Mäusen ohne das Gen in doppeltem Maße anstieg. Im Gegensatz zum klassischen weißen Fettgewebe, welches auch den Hüftspeck bildet und Energie in Form von Fettsäuren und Fetten lagert, lässt sich im braunen Fettgewebe ein rascher Energieumsatz feststellen. Bei Bedarf werden Fettsäuren aus den Reserven verbrannt und somit ist eine schnelle Wärmeerzeugung möglich. Hinweisen zufolge besitzen Menschen die eher zu einer schlanken Figur neigen mehr braunes Fettgewebe als der Durchschnitt. 

 

Übergewicht beim Menschen wird durch ein aktives Gen hervorgerufen

Welche Bedeutung hat das  nun für den Menschen? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, riefen die Wissenschaftler unzählige Patientendatenbanken auf. Es wurde dabei nach Trägern des Gens gesucht und diese wurden von den Forschern tatsächlich gefunden. Eine Gruppe US-Amerikaner mit mexikanischer Abstammung wiesen die erhofften Werte auf. Diejenigen aus der Gruppe, die mit einem aktiven crtc3 Gen ausgestattet waren, neigten viel häufiger zu Übergewicht.

 

Nicht nur die falsche Ernährung führt zu Übergewicht

Welchen Einfluss das  Gen tatsächlich auf die Menge des braunen Fettgewebes und den Stoffwechsel hat, bleibt weiter offen. Doch es scheint so zu sein, dass nicht nur mangelnde Bewegung und falsche Ernährung als Ursachen für Übergewicht in Frage kommen. Auch die Veranlagung spielt eine wichtige Rolle. Die Forscher sehen die Gründe dafür in der Evolution. Energiesparer hatten in der Entwicklungsgeschichte einen Überlebensvorteil, da sie für schlechte Zeiten besser gerüstet waren. In der heutigen Zeit ist jedoch das Gegenteil der Fall. Energiesparer neigen nun eher zu Übergewicht und müssen mit den Gesundheitsproblemen kämpfen, die damit in Zusammenhang stehen.

2017-10-10T14:05:10+00:00 10.10.2017|Allgemein|